1. Warum haben Ihrer Meinung nach die Erkenntnisse Pischinger´s, abgeleitet von der morphologischen Struktur des von ihm entdeckten Grundregulationssystems (extrazelluläre Matrix = ECM) bisher in der geltenden Lehrmeinung keine Beachtung gefunden?
Wie sieht die Grundstruktur der ECM aus und welche morphologisch bedingten Folgerungen sind daraus abzuleiten?
Welche Grundfunktionen erfüllt die Matrix und welche Gesetzmäßigkeiten zeichnen sie dabei aus, die auf welche dynamischen Leistungen zurückzuführen sind?
2. Warum hat die Struktur und Funktion des Organs Grundregulationssystem insbesondere für die Homotoxikologie so eine zentrale Bedeutung?
Welche wichtigen Folgerungen sind aus Kenntnis der Ultrastruktur und deren Funktionen abzuleiten?
Welche Störungen der Strukturen und Funktionen der Matrix sind – soweit dies deduktiv erklärbar ist – vor allem das Ziel einer antihomotoxischen Therapie?
3. Sie werden sicher von den chronisch Kranken zur Linderung ihrer Beschwerden auch um homöopathisierte Medikamente gefragt.
Vor allem sollen diese akute Befindlichkeitsstörungen bessern. In Kenntnis der naturheilkundlichen Betrachtungsweise vor allem von chronischen Krankheiten werden Sie sicher dem chronisch Kranken den Hinweis geben müssen, dass – wenn überhaupt – wahrscheinlich nur eine kurz anhaltende Besserung erwartet werden kann.
Dieser Hinweis ist letztlich vom Begriff „Redundanz“ (Nobelpreisträger DULBECCO) abzuleiten.
Was ist darunter zu verstehen und welche prinzipiellen Überlegungen sind auch für Sie als PharmazeutIn wichtig, um Kranken den richtigen Rat geben zu können?
4. Es ist heute die von einem Kranken gewünschte Selbstbehandlung als Faktum zu akzeptieren.
In Ihrer Tätigkeit werden Sie daher immer öfters mit dem Wunsch konfrontiert, ein entsprechendes Heilmittel zu empfehlen. Wenn der Wunsch nach einem naturheilkundlichen Präparat geäußert wird, denken Sie sicher meist an eine homöopathisierte Arznei.
Die Homotoxikologie verwendet auch homöopathisierte Arzneien.
Was ist Homöopathie, bzw. welches Behandlungsprinzip liegt der Anwendung einer homöopathisierten Arznei zu Grunde?
Wodurch erhält eine Substanz die Eigenschaft eines Homöopathikums?
5. Es wird immer wieder von Seiten der klassischen Homöopathie Kritik an der antihomotoxischen Therapie geübt. Vor allem wird der Vorwurf erhoben, dass das Prinzip der Similefindung verlassen wird.
Erläutern Sie kurz die Prinzipien der klassischen Homöopathie.
Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen der klassischen Einzelmittelhomöopathie und der Homotoxikologie?
Warum ist diese Kritik an der antihomotoxischen Therapie unzutreffend und durch welche Differenzierungskriterien erhält diese Therapieform ihre Selbständigkeit im Konzert der naturheilkundlichen Therapieformen?
6. Erläutern Sie das Krankheitsverständnis, das die Homotoxikologie begründet und von Reckeweg inauguriert wurde.
Worin bestehen die Unterschiede in der Betrachtungsweise eines Krankheitsgeschehens im Vergleich zur herkömmlichen Medizin?
7. Warum erhalten in unserer Industriegesellschaft naturheilkundliche Methoden immer mehr Bedeutung?
Was ist unter dem Begriff Naturheilkunde zu verstehen?
Wie ist der gemeinsame Angriffspunkt aller biologischer Methoden zu definieren?
Warum hat vor allem die Homotoxikologie einen besonderen Stellenwert innerhalb der naturheilkundlichen Therapieformen?
8. Für viele naturheilkundliche Therapien ist das „Hering´sche Gesetz“ und das biologische Grundgesetz nach „Arndt und Schultz“ von grundsätzlicher Bedeutung.
Was wird darunter verstanden?
Warum sind diese Gesetze auch für Sie als PharmazeutIn wichtig?
9. Sie haben in der Apotheke sehr oft mit chronisch Kranken zu tun und kennen meist deren schulmedizinische Dauertherapie.
Es wird der Wunsch nach einem naturheilkundlichen Medikament zur Selbstbehandlung z.B. eines grippalen Infektes geäußert.
Unter welchen Bedingungen ist eine naturheilkundliche Behandlung kontraindiziert bzw. besteht keine Indikation für eine derartige Therapie?
Was ist unter naturheilkundlicher Therapie zu verstehen und welches gemeinsame Ziel liegt diesen Methoden zu Grunde?
Welche minimalen Grundvoraussetzungen müssen für das Ansprechen einer antihomotoxischen Therapie gegeben sein?
10. Führen Sie die Grenzen einer naturheilkundlichen Behandlung an.
Mit welchen wenigen Fragen bei einem Wunsch nach einem homöopathischen Medikament werden Sie erkennen, dass Sie dies verweigern müssen und den Patienten zu seinem Arzt zu verweisen haben?
11. Welche Arten von homöopathischen Arzneien werden in der antihomotoxischen Therapie verwendet?
Welche grundsätzlichen Überlegungen liegen jeder einzelnen Arzneiart – aus dem Krankheitsverständnis Reckeweg´s ableitbar – zu Grunde?
12. Es werden vielfach von verschiedenen Herstellern Mischungen herkömmlicher homöopathischer Arzneien als Komplexmittel angeboten.
Was sind Komplexmittel und worin liegt Ihre Bedeutung?
Worin besteht der Unterschied zu einem antihomotoxischen Komplexmittel?
Welche Arten von Komplexmittel werden in der Homotoxikologie verwendet und wodurch unterscheiden sie sich von herkömmlichen Komplexmitteln?
13. Vor allem in den Wintermonaten werden sie sicher vermehrt mit dem Wunsch nach einem „natürlichen“ Heilmittel bei grippalen Infekten konfrontiert werden. Es ist anzunehmen, dass vor allem Metavirulent und Gripp Heel in Ihrer Apotheke vorrätig sein werden.
Worin liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen beiden Komplexmitteln und warum werden Sie bei hochfieberhaftem Zustand nicht Metavirulent empfehlen?
Sie kennen auch Komplexmittel bei Grippe, die Aconitum und Belladonna enthalten. Warum werden Sie grundsätzlich diese Mittel nicht empfehlen?
14. Die Homotoxikologie ist eine nicht anerkannte Therapieform und wird daher als „nicht wissenschaftlich“ qualifiziert.
Womit begründet die „Schulmedizin“ diese Meinung und warum ist diese aus Ihrer Sicht durchaus verständlich aber letztlich sachlich nicht begründbar?
Worin liegen die scheinbar unüberwindlichen Gegensätze zwischen „Schulmedizin“ und „Naturheilkunde“?
Die Therapiekonzepte der „Schulmedizin“ werden meist von einem monokausal-linearen Denken abgeleitet. Was ist darunter zu verstehen und welches grundsätzlich andere Denkmodell liegt naturheilkundlichen Therapien zu Grunde?
15. Was ist unter „Selbstheilungskraft“ zu verstehen und wie ist Sie nach heutiger Kenntnis naturwissenschaftlich erklärbar?
Warum ist dieses Phänomen auch für Sie als PharmazeutIn vor allem bei Abgabe von homöopathisierten Arzneien zur Selbstbehandlung wichtig?
16. In der Ganzheitsmedizin wird vielfach von Herd, Herdkrankheit, Blockade und Regulationsstörung gesprochen.
Durch welchen grundsätzlichen pathophysiologischen Mechanismus wird die Herdkrankheit verursacht?
Was verstehen Sie unter den genannten Begriffen?
Welche grundsätzliche Arten von Herdkrankheiten gibt es?
Da bei dringendem Verdacht auf Vorliegen einer Herdkrankheit anzuraten ist, grundsätzlich den Wunsch nach Selbstbehandlung abzulehnen, ist für Sie die Kenntnis wichtiger Zeichen der Herdkrankheit entscheidend.
Welche Fragen werden Sie daher dem Ratsuchenden stellen?
17. Warum ist für jede naturheilkundliche Therapieform und vor allem für die Homotoxikologie die Ernährung des Patienten besonders zu beachten?
Welche grundsätzlichen Ratschläge bezüglich richtiger Ernährung können aus Kenntnis der Matrix-Funktion gegeben werden?
18. In den letzten Jahren hat die „orthomolekulare Medizin“ eine immer größer werdende Bedeutung erlangt.
In der Apotheke werden Sie mit einer Fülle von Kombinationspräparaten der verschiedensten Hersteller „überschwemmt“.
Was ist unter orthomolekularer Medizin zu verstehen und warum ist diese Therapieform so wichtig geworden?
Was hat die orthomolekulare Medizin mit dem Grundregulationssystem zu tun und wie wirkt sich der sogenannte „oxidative Stress“ auf die Matrix aus?
Welche Einzelelemente sind hier besonders wichtig?
Welche Antihomotoxika sollen zur Kombination angeraten werden?
19. Warum ist bei chronischen Erkrankungen immer auch eine mikrobiologische Therapie wichtig?
Was ist unter Mikrobiologie, Symbiose und Dysbiose zu verstehen?
Nach welchem Gesichtspunkt werden darmwirksame Therapeutika eingeteilt?
20. In der Naturheilkunde spielen aus- und ableitende Verfahren eine große Rolle.
Warum haben diese Therapien vor allem in der Homotoxikologie eine besondere Bedeutung?
Welche aus- und ableitenden Methoden kennen Sie und welche antihomotoxischen Arzneien sind dabei angeraten?
21. Im Folgenden sind die „großen“ antihomotoxischen Arzneimittel und weitere wichtige antihomotoxische Komplexmittel aufgezählt:
Es sind auch Ampullenpräparate enthalten, da diese auch peroral appliziert werden können:

Aesculus cp
Causticum comp.
Cerebrum comp.
Chelidonium comp.
Coenzyme comp.
Cor comp.
Cutis comp.
Discus comp.
Echinacea comp.
Engystol
Euphorbium comp.
Galium Heel
Ginseng comp.
Glyoxal comp.
Gripp Heel
Hepar comp.
Leptandra comp.
Lymphomyosot
Molybdän comp.
Mucosa comp.
Ovarium comp.
Placenta comp.
Psorinoheel
Solidago comp.
Spascupreel
Strophantus comp.
Testis comp.
Thalamus comp.
Thyreoidea comp.
Tonsilla comp.
Traumeel
Ubichinon comp.
Zeel
Welche therapeutische Eigenschaft bzw. Wirkrichtung zeichnet jedes dieser Mittel aus?
22. Eine Mutter kommt mit dem Wunsch zu Ihnen, ihr eine Hausapotheke mit „natürlichen“ Medikamenten zusammenzustellen.
Welche Antihomotoxika erachten Sie grundsätzlich für die häufigsten „banalen“ Erkrankungen als wichtig und können Sie dann auch als Notfalltherapie empfehlen, wenn der Hausarzt erst einige Stunden später konsultiert wird?

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